From Software Development to Rock Music....

Dienstag, 27. November 2007

Zitat des Tages

Das Zitat des Tages stammt von Trent Reznor (NIN), welcher nach Querelen um eine Plattform für Remixes mit seiner EX-Plattenfirma folgendes Blog posting veröffentlichte:

"Sometimes you just have to say... Fuck it. The remix site is up.

remix.nin.com"

Auf dieser Seite kann man sich Multitrack Files von Nine Inch Nails herunterladen, diese z.b. mit Garage Band remixen und dann auf selbiger Seite wieder veröffentlichen. Trent hat seine Musik also mehr oder minder "open sourced" und bietet seinen Fans jetzt eine sehr coole Plattform (ich verkneife mir das Wort Web 2.0) um Remixes auszutauschen.

Hab mir das heute mal angeschaut und es gefällt mir. Die Innovations Maschine "Trent Reznor" ist am Ball und ich bin gespannt was der Gute demnächst noch abliefern wird..

Donnerstag, 22. November 2007

iPhone Review

Nun habe ich mich zwei Wochen mit meinem iPhone gespielt und fasse meine Eindrücke mal hier zusammen..

Installation / Registrierung / Konfiguration:

Die grösste Hürde nach dem Auspacken war Herauszufinden, wie ich eine SIM Karte in das Gerät platziere. Ich hätte das Ding wohl aufmerksamer auspacken sollen ;-) Danach war der Prozess der Registrierung kinderleicht: An den Mac stecken, warten bis iTunes gestartet ist und dem Workflow folgen.. alles sehr intuitiv und einfach. Das Bestücken des iPhones mit Fotos, Musik und Videos ist identisch wie bei einem iPod. Praktisch ist die Möglichkeit, dass man Mail Account Konfigurationen vom Mac nach iTunes kopieren kann. Bei der manuellen Konfiguration von email Accounts am iPhone kann man auf Templates für die gängigen Email Provider zurückgreifen. Allerdings fehlt bei Google Mail noch die Möglichkeit einen IMAP Account zu konfigurieren, das müsste man komplett manuell machen. Alles in allem lässt sich das iPhone extrem leicht initial einrichten und danach auch konfigurieren und synchronisieren. Gut ist auch, dass Data Roaming per default deaktiviert ist.

iPod:
Zur iPod Funktion kann ich nur sagen: der beste iPod, den Apple je gebaut hat. Cover Flow am iPhone ist richtig cool. Mehr als "perfekt" gibt es dazu nicht zu sagen.

Mail:
Mail wurde gut umgesetzt. Alle wichtigen Features sind vorhanden. Was ich vermisse sind Signaturen pro Mail Account und OpenVPN Support (wobei ich diesbezüglich grosse Hoffnungen in das Apple SDK hab). Die Texteingabe funktioniert nach einem Tag Übung hervorragend. Das ich definitiv nicht mit einem Blackberry zu vergleichen. Mäuseklavier adé, allerdings macht das hinterlegte Lexikon ab und an schon sehr merkwürdige Vorschläge.

Safari:
Safari ist die mit Abstand instabilste Anwendung des iPhones und stürzt mir alle 2-3 Tage mal ab. Das ist kein grosses Problem weil der Rest des iPhones stabil weiterläuft. Ansonsten macht Internet Surfen mit dem iPhone ne Menge spass und die "Doppel Klick" Vergrösserung (zweimal auf den bild) ist super intelligent. Ein nativer RSS Reader würde mir auch noch gut gefallen. Aber am Ende des Tages muss man schon zugeben, dass das iPhone das erste Gerät ist, das anständiges Internet browsen ermöglicht.

Telefonieren / SMS:
Hier kann man nix falsch machen, ist alles gut umgesetzt. Visual Voicemail ist toll, brauch ich aber nicht wirklich. Das viel angeprangerte MMS Feature benötigt am iPhone keiner weil man die Bilder kostenlos in voller Auflösung per mail verschicken kann.

Kalender / Maps / Fotos / Kamera / You Tube / ...
Die restlichen Anwendungen sind gut bis sehr gut. Insbesondere Maps und Fotos können überzeugen. Überraschend war für mich You Tube, das funktioniert am iPhone hervorragend und ist auch mit EDGE halbwegs nutzbar. Der Kalender ist anständig aber nicht besonderes. Bei Maps würde ich mir noch eine Ortung anhand der Subnetze wünschen. Die Lokalen Suchen via Maps sind richtig gut und liefern hervorragende Ergebnisse. Ich würde mir nur noch wünschen, dass z.b. die Suche nach "HotSpot Nürnberg" alle T-Mobile HotSpots in Nürnberg liefern würde, das wäre richtig stark.

T-Mobile Tarife / Netzqualität / EDGE Geschwindigkeit und warum ich UMTS nicht vermisse
Ich gebe es zu: anfangs war auch ich über die T-Mobile Tarife erbost, muss aber zugeben, dass ich zu früh und ohne Vergleich losgeschimpft habe. Ab dem mittleren Tarif sind die Konditionen absolut wettbewerbsfähig. Die HotSpot Flatrate, welche auch vom MacBook aus nutzbar ist, sollte nicht unterschätzt werden. Hier fehlt mir aber noch ein automatisches Einbuchen des iPhones ins T-Mobile WLAN: momentan muss man immer noch seinen Username und sein Passwort im Browser eintippen, wehe dem, der das im Starbucks vergisst.. derjenige ist in der Zeit mit einem WLAN verbunden, welches keine Internet Connection liefert. Mit der Qualität der Verbindungen und der EDGE Abdeckung bin ich voll zufrieden.
EDGE ist kein Datenturbo, aber für das was man mit dem iPhone online treibt ist die Geschwindigkeit völlig ausreichend. Als Ausnahme mag vielleicht You Tube gelten, aber mit ein bisschen Geduld kann man sich immer noch den Rambo 4 Trailer via You Tube über EDGE anschaun ;-). Vor diesem Hintergrund ist mir auch eine längere Batterielaufzeit wichtiger als ständig mit Top Speed im Internet zu sein.

Verarbeitung:
In Sachen Qualität der Verarbeitung gibt es nur einen Kritikpunkt: die mitgelieferten Kopfhörer sind grottenschlecht weil ihr Klang nicht gut ist und weil sie nicht im Ohr halten. Dort hätte man durchaus mehr Qualität liefern könnne. Ansonsten ist die Ausstattung bestehend aus iPhone, USB Kabel, Dock, Stromadapter, (miesen) Kopfhörern in Ordnung.

Fazit:
Nokia, Sony Ericson, Siemens, Motorola, RIM, ... schämt Euch!! Das iPhone hat bei weitem nicht jedes Feature, aber die Features, die es hat machen Sinn und sind perfekt implementiert.

Dennoch ist das iPhone nicht frei von Makeln.
Meine Wunschliste für das nächste Software Update lautet:
- Signatur pro Mail Account
- Terminal.app (da werde ich wohl vergeblich hoffen)
- OpenVPN Support
- Flickr Integration in Fotots
- Alle T-Mobile HotSpots in Maps
- Automatische Anmeldung an T-Mobile HotSpots
- Höhere Stabilität von Safari
- Besseres Wörterbuch

Samstag, 10. November 2007

Hotspot Zugangsdaten für iPhone

Wer noch keine Zugangsdaten für die T-Mobile Hotspots per SMS erhalten hat, kann diese selbst wie folgt anfordern:
SMS an 9526 mit dem text "open" schicken. Kurz darauf sollte man eine SMS mit den Zugangsdaten aufs iPhone erhalten.

Die Zugangsdaten sind auch von anderen WLAN fähigen Geräten (PSP, Mac Book,...) nutzbar. Laut Aussage eines Mitarbeiters im T-Punkt wird der Hotspot Traffic nicht auf in das Traffic Volumen der jeweiligen iPhone Tarife gezählt.

Angesichts dieser Tatsache ist es mir ein Rätsel, warum das so nicht proaktiver von Seiten der Telekom kommuniziert wurde. Denn vor diesem Hintergrund, sind die (ursprünglich auch von mir) kritisierten Tarife, den kleinen mal ausgenommen, als fair zu bezeichnen.

Ich hab immer noch eine Menge Freude mit dem Gerät, konnte heute Nachmittag beim Shoppen mit meiner Freundin ständig die Fussball Ergebnisse auf www.kicker.de verfolgen ;-)

Freitag, 9. November 2007

Ich konnte nicht widerstehen

iPhone = meins

Ein Review kommt bald. Erster Eindruck: irre

Donnerstag, 8. November 2007

Back from W-JAX 07

Nach einer langen Fahrt von München nach Nürnberg mit ein paar Staus bin ich endlich daheim und eine tolle, aber ganz schön anstrengende Woche liegt hinter mir: die W-JAX im tollen Arabella Sheraton Grand Hotel in München. Ich war Mitglied des Advisory Boards und es ist interessant zu sehen, wie eine Konferenz, mit der man sich schon sehr früh beschäftigt am Ende abläuft.
Leider konnte ich nicht allzuviele Sessions besuchen und bei zwei Sessions wurde ich auch noch via Handy rausgeklingelt, aber ich konnte doch ein paar Interessante Eindrücke mitnehmen. Die beste Session, die ich gesehen hab, war "Spring OSGI" von Bernd Kolb, Martin Lippert und Gerd Wüterich. Super Inhalte und ganz tolle Speaker.. gut gemacht Jungs, hat mir sehr gut gefallen. Shaun Smith von Oracle erzählte viel Interessantes über Oracle's neues Open Source Projekt unter dem Dach der Eclipse Foundation: EclipseLink, das open source Top Link. Leider hatte Shaun viel Pech und es verirrten sich gerade einmal 10-15 Leute in seine Session. Was Oracle gerade mit TopLink macht ist beachtenswert und ich denke, dass jetzt langsam wieder Bewegung in den ORM Markt kommen wird. Neben EclipseLink ist auch Apache OpenJPA (von Bea / Kodo) ein interessanter Konkurrent zum Platzhirschen Hibernate.

Von meinen Vorträgen war ich mit dem Domain Driven Design Talk sehr zufrieden. Advanced Hibernate lieft in Sachen Besucher gut, ich hatte aber anfangs mit heftigsten technischen Problemen in Bezug auf mein Mac Book Pro / Leopard und Keynote zu kämpfen ("not enough vram available"), so dass ich die Präsentation mit dem Moderator Monitor (mit maximierter "Akt. Folie" Sicht) durchziehen musste. Von daher war der Anfang sehr hektisch und unruhig und ich war nicht ganz zufrieden. Die EJB3/Seam Case Study war sehr gut besucht und ich hatte das Gefühl, dass sie auch bei den Zuhörern gut ankam, ich freue mich schon darauf, das Thema demnächst auch auf der JBoss World in Orlando präsentieren zu dürfen. Mit dem "Persistenz abseits von ORM" Talk war ich auch zufrieden, die Location war aber für die Anzahl der Besucher etwas zu gross, die Fragen am Ende waren aber gut.

Für alle, die nicht auf der W-JAX waren: demnächst werde ich ein cooles Hibernate Statistics Analyse Tool open sourcen ... watch out for news.... was sicher ist, ist die Lizenz: Apache 2.0 unsicher ist noch die Frage, wo das Ding aufschlagen wird.


So, ich fall jetzt totmüde ins Bett und freu mich auf ein Date mit einem tollen Gadget im T-Mobile Laden ;-)

Cheers,
Michael


Sonntag, 4. November 2007

Saul Williams - Niggy Tardust .. die neue Definition von "Hip Hop"

Vor ein paar Tagen hat Saul Williams, seines Zeichens Poet, Schauspieler, Rapper, eine neues Album mit dem Titel "Niggy Tardust" (hallooo David Bowie!) veröffentlicht. Das Album wurde nur online, ohne Plattenfirma im Hintergrund, veröffentlicht. Im Bezug auf den Vertrieb hat sich Saul Williams an Radiohead, die ihre neue Scheibe In Rainbows ebenfalls ohne Plattenfirma veröffentlichten, orientiert. Radiohead gaben ihren Fans die vollständige Freiheit, wie viel sie für die Scheibe als DRM freie 128 kb MP3s bezahlen wollten. Saul Williams hat das Konzept jedoch aufgebohrt. Für 0 $, bekommt man 192 KB MP3s mit Cover und PDF Booklet. Wer das Vertriebsmodell unterstützen will, oder wer eine bessere Qualität (320 kb bzw. FLAC) will, darf 5 US $ via PayPal oder Kreditkarte bezahlen.

Nicht nur in Bezug auf die Distribution des Kunstwerks geht Saul neue Wege. Die komplette Platte ist ein Innovationstrip in Sachen Hip Hop inspirierter Musik. Möchte man Niggy Tardust in eine Schublade stecken, würde man einen komplettes Anziehzimmer benötigen. Nur einen Einfluss hört man konsequent heraus: Trent Reznor, er hat die Scheibe produziert und ohne Ende gepusht. Laut eigenen Aussagen ist es sein aufwändigstes Projekt ausserhalb des NIN Universums seit Mansons "Antichrist Superstar".

Wer also eine in jeder Hinsicht bahnbrechende Platte erstehen oder gratis probehören will, kann dies unter http://www.niggytardust.com tun. Aber mal im Ernst.. schon alleine für die Innovationsfreudigkeit und den Mut dieses Ausnahmekünstlers sollte man 5 US $ locker machen.. enttäuscht werden wohl nur Bushido und Sido Fans *grins*

Der Kaufgrund für Leopard: Time Machine

Habe nun ein paar Tage mit Leopard gearbeitet. Zahlreiche Features sind primär unter "Eye Candy" einzuordnen. Dazu zähle ich:
  • Neue Toolbar
  • Neuer Look der Fenster etc.
  • Teile des Finders
Diese Features sind natürlich keine 130 Euro wert. Praktisch hingegen finde ich den neuen Finder mit Cover Flow. Sieht auf den ersten Blick aus wie ein typischer Apple Marketing Effekt, aber das schnelle Preview von Dokumenten ist extrem praktisch und wird von mir immer häufiger verwendet.

Die Killer Applikation ist aber definitiv Time Machine und dieses Feature alleine ist schon eine Menge Geld wert: Externe Festplatte anstecken, Computer eine Nacht lang für die erste Indizierung rödeln lassen und man hat das beste Backup System, das mir bis  dato unter die Augen gekommen ist. Praktisch ist dabei, dass man ebenfalls andere Externe Festplatten mit sichern kann. Der grösste Minuspunkt an Time Machine ist das Fehlen eines Support für USB Platten, die an der AirPort Extreme Station hängen.